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Stand: 2021-09-20 Der Landshuter BahnhofswaldBerichterstattung Der Bahnhofswald unweit des Landshuter Hauptbahnhofs ist ein sehr vielfältiger auf ehemaligem Bahnbetriebsgelände stockender, von Lichtungen durchsetzter Wald. Seine Vielfalt aus über 50 heimischen Gehölzen verdankt er vollständig der natürlichen Verjüngung. Darunter sind sehr alte Schwarzpappeln, Lavendelweiden, Moorbirken und Flatterulmen ebenso wie Stieleichen verschiedenen Alters. Im Gebiet gibt es auch einige Zeigerarten historisch alter Wälder, denn Teile des Bahnhofswaldes sind seit mehr als 80 Jahren bewaldet. Die Vielgestaltigkeit der Bodensubstrate, fließende Übergänge zwischen Wald und Offenland sowie seine hydrologische Mannigfaltigkeit (Wechselfeuchte, Dauerfeuchte, auch eher trockene Bereiche in den ehemaligen Gleiskörpern) sind Schlüssel für seine ungewöhnliche Vielfalt auf begrenztem Raum. Er ist der einzige flächenhaft ausgebildete Wald an der Landshuter Flutmulde, die sonst nur von einem galerieartigen Hartholzauwald auf den Dämmen gesäumt wird. Er liegt als verbindendes Element zwischen der nassen Ausbreitungsachse der Flutmulde als drittem „Isar-Arm“ bei Hochwasser und den trockenen der Bahnlinien, quasi als „Arten-Drehscheibe“. Unter den Arten des Bahnhofswaldes finden sich daher sogar Alpenschwemmlinge, ebenso wie wärmeliebende Arten, die sich aktuell in Deutschland ausbreiten. Die relativ geringe Größe der Fläche wird durch ihre arrondierte Form und die Lage zwischen diesen Vernetzungsachsen offenbar wirksam kompensiert, wie der Artenreichtum der untersuchten Artengruppen belegt. Das Areal ist seit mehreren Jahrzehnten ungenutzt und frei von Wildverbiss. Von der Jagdruhe im Gebiet profitiert unter anderem der im Gebiet sehr aktive Eichelhäher. |
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